Herzlich willkommen auf der Homepage der Unfallforschung Greifswald.
Was machen Unfallforscher?
Unfallforscher untersuchen das komplexe Geschehen rund um den Verkehrsunfall. Hierzu gehören die Analyse der Unfallentstehung, des Unfallablaufs und der Entstehung von schweren Verletzungen. Darüber hinaus werden aber auch Maßnahmen zur Verkehrs- und Fahrzeugsicherheit untersucht. In der Greifswalder Unfallforschung arbeiten Ärzte, Psychologen und Ingenieure Hand in Hand. Ihr Ziel ist es, neue Forschungsergebnisse so nutzbar zu machen, dass weniger Unfälle passieren, Verletzte optimal versorgt werden und Insassen besser geschützt sind.
Weshalb Unfallforschung in Greifswald?
Mecklenburg – Vorpommern lag viele Jahre lang an der Spitze der Unfallstatistik Deutschlands. In den letzten Jahren sank die Zahl der Unfälle und Unfallopfer kontinuierlich ab. Dennoch passieren in Mecklenburg-Vorpommern deutlich mehr Unfälle als in den meisten anderen Bundesländern. Als Ursachen werden Geschwindigkeits- und Abstandsmissachtung und auch das Fahren unter Alkoholeinfluss genannt. Allerdings lagen bis vor wenigen Jahren nur begrenzte Informationen zur Unfallentstehung und zu den Verletzungsmechanismen vor. Typisch für unser Bundesland sind die vielen Alleenstrassen – und damit leider auch die vielen schweren Baumunfälle. Dieser Unfalltyp konnte durch die Greifswalder Unfallforscher erstmals detailliert analysiert werden.
Die Universitätsklinik Greifswald ist ein überregionales Traumazentrum und Krankenhaus der Maximalversorgung. Daher lag es nahe, ein ambitioniertes Projekt wie die Unfallforschung an ein solches Zentrum zu binden. Die bestehenden universitären Netzwerke können insbesondere für internationale Kooperationen genutzt werden. Inzwischen konnten solche Projekte in Indien und Vietnam realisiert werden. Hier steht die Beschreibung des Unfallgeschehens und Verbesserung der medizinischen Versorgung durch Aufklärungs- und Schulungsmaßnahmen im Vordergrund.